EU-Pakt: Bisher 157 Flüchtlinge aus Türkei in Deutschland aufgenommen

Berlin (dpa) - Deutschland hat auf Grundlage des EU-Flüchtlingspaktes mit der Türkei bislang 157 Bürgerkriegsflüchtlinge aufgenommen. Wie das Bundesinnenministerium am Samstag auf Anfrage mitteilte, traf am Donnerstag eine weitere Chartermaschine mit 103 Schutzsuchenden ein, die auf Basis des Abkommens direkt und legal aus der Türkei einreisen durften. Die anderen EU-Staaten nahmen demnach bisher 123 Flüchtlinge auf (Stand 17. Mai).Zu Berichten, wonach die Türkei keine gut ausgebildeten Syrer in die Europäische Union ausreisen lasse, hieß es in Ministeriumskreisen, es handele sich um einen komplexen Prozess mit vielen Beteiligten. «Da sind Anlaufschwierigkeiten normal und werden mit den Beteiligten besprochen.»Der Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei sieht vor, dass alle Flüchtlinge, die seit dem 20. März illegal nach Griechenland übergesetzt sind, zwangsweise in die Türkei zurückgebracht werden können. Für jeden Syrer, den die EU abschiebt, soll ein Syrer legal und auf direktem Wege in die EU umgesiedelt werden - insgesamt bis zu 72 000 Menschen. Deutschland hat sich bereit erklärt, in einem ersten Schritt 1600 dieser Flüchtlinge aufzunehmen, insgesamt gut 15 000.

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