Migranten in Lastwagen in Griechenland entdeckt
Athen/Thessaloniki (dpa) - Die griechische Polizei hat in zwei Lastwagen insgesamt 32 Migranten entdeckt und drei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Sieben minderjährige Afghanen hatten Glück: Die Jungen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren hatten sich in einem Kühllaster versteckt, der auf einer Fähre nach Italien kommen sollte. Als sie unterwegs die Kälte nicht mehr ertragen konnten, hätten sie an die Außenwände des Lastwagens geklopft, bis der Fahrer sie befreite, sagte ein Polizist der Deutschen Presse-Agentur. Der Fahrer habe ausgesagt, nichts von den blinden Passagieren gewusst zu haben. Im Norden des Landes nahe Kilkis an der griechisch-mazedonischen Grenze entdeckte die Polizei 25 weitere Migranten, die drei aus Bulgarien stammende mutmaßliche Schleuser in einem Minibus nach Mazedonien bringen wollten. Es wird vermutet, dass die Bulgaren Mitglieder einer der internationalen Schleuserbanden sind, die immer wieder versuchen, Migranten nach Mitteleuropa zu bringen. Die Migranten sollen zwischen 1300 und 1800 Euro für die Weiterfahrt an die Schleuser gezahlt haben. Nach der Schließung der Balkanroute im März sind in Griechenland gut 57 000 Menschen steckengeblieben.