Kerry fordert geschlossenes Vorgehen gegen IS
Washington (dpa) - US-Außenminister John Kerry hat sich überzeugt geäußert, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) komplett aus dem Irak und Syrien verdrängen zu können. Auf einer Konferenz der internationalen Allianz gegen die IS in Washington forderte er die mehr als 40 beteiligten Staaten am Donnerstag auf, in ihrer Entschlossenheit nicht nachzulassen. Inzwischen sei es schon gelungen, den IS aus fast der Hälfte der eroberten Gebiete im Irak und aus 20 Prozent in Syrien zu vertreiben. «Heute können wir in eine Zeit schauen, in der Daesch (gemeint: IS) ganz aus dem Irak und Syrien vertrieben ist.»Als möglicherweise entscheidenden «Wendepunkt» bezeichnete Kerry die geplante Rückeroberung der irakischen Millionenstadt Mossul, die seit Juni 2014 von IS-Milizen gehalten wird. Die Radikalislamisten hätten dann keine «Basis» mehr. Zugleich müsse aber allen klar sein, dass die Gefahr auch dann noch nicht vorbei wäre. «Der IS ist immer noch realistisch genug, um zu wissen, wann er sich ändern muss.» Heute sei er auf dem Weg von einem «Pseudo-Staat zu einem globalen Netzwerk, dessen einziges Ziel es ist, möglichst viele Leute umzubringen».