London 2012: Spiele mit Sympathiefaktor und vielen Superlativen
Rio de Janeiro (dpa) - Selbst Queen Elizabeth II. zeigt sich bei den XXX. Olympischen Spielen 2012 in London als Fan. Frei von ideologischem Ballast wie zuvor in Peking feiern Olympia-Macher und Athleten in der britischen Metropole - als erste Stadt der Welt zum dritten Mal nach 1908 und 1948 Gastgeber - ein ausgelassenes Fest mit hohem Sympathiefaktor. Die Heim-Nation schafft den angestrebten Aufstieg in die Top 3 des olympischen Weltsports hinter China und der Nummer eins USA. Im deutschen Team dagegen läuft einiges schief. Erstmals seit 1932 bleiben die Beckenschwimmer ohne olympisches Edelmetall. Deutschland rutscht mit 44 Medaillen in der Nationenwertung auf Platz sechs ab. Durch das Debüt von Frauen-Boxen sind zum ersten Mal Athletinnen in allen Sportarten vertreten. Und erstmals haben alle Teams auch Frauen nominiert, auch Katar, Brunei und Saudi-Arabien. Sprint-König Usain Bolt wird mit seinem zweiten Dreifach-Gold zur lebenden Legende. Der US-Schwimmer Michael Phelps gilt als olympischer «Superman». Nach seinen vier Erfolgen in London ist er nun mit 18 Siegen und 22 Medaillen der erfolgreichste Athlet der Olympia-Geschichte.