Ausgewählte Zitate vom EU-Gipfel in Brüssel

Brüssel (dpa) - Beim EU-Gipfel in Brüssel ging es unter anderem um Russland, den Brexit und Ceta. Ein Rückblick zum zweitägigen Treffen der Staats- und Regierungschefs in Zitaten: «Es geht nicht um das Reden um des Redens willen. Sondern es geht darum, hier auch eine Haltung zu verdeutlichen. Ich hoffe, dass wir als Europäischer Rat doch in der Lage sind, deutlich zu machen, dass das, was in Aleppo passiert, mit russischer Unterstützung, völlig unmenschlich ist.» (Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag über ihre Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Mittwochabend in Berlin und ihre Erwartungen an die anderen EU-Staats- und Regierungschefs.)«Ich bin der Auffassung, dass Russland sich nicht so benimmt, wie man dies von einer Großmacht erwarten könnte. Russland tut in Syrien Dinge, die so nicht in Ordnung sind. Und damit werden wir uns zu beschäftigen haben.» (EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Donnerstag zu Russlands Einmischung in den Syrien-Konflikt.)«Einige Medien haben ihr erstes Treffen beim Europäischen Rat als Besuch in der Höhle des Löwen beschrieben. Aber das ist nicht wahr. Es ist eher ein Taubennest. Schaut mich nur an.» (EU-Ratspräsident Donald Tusk am Donnerstag über die britische Premierministerin Theresa May, die nach dem Brexit-Votum ins Amt kam und zum ersten Mal am Treffen der 28 EU-Staats- und Regierungschefs teilnahm.)«Ich sage das sehr entschieden: Frau Theresa May will einen harten Brexit - die Verhandlung wird hart sein.» (Der französische Präsident François Hollande am Donnerstag zu der Haltung der britischen Premierministerin in den Austrittsverhandlungen.)«Ich finde, wenn nicht mal mehr souveräne Staaten sondern einzelne Regionen den Fortgang der Europäischen Union stoppen, dann sind wir in einem sehr bedenklichen Zustand.» (EU-Parlamentspräsident Martin Schulz am Donnerstag zur Blockadehaltung der belgischen Region Wallonie gegenüber dem Freihandelsabkommen Ceta mit Kanada.)«Wir sitzen noch am Verhandlungstisch, und wenn man am Tisch sitzt, dann muss man wild entschlossen sein, alles zu tun, um der Lösung eine Chance zu geben.» (Der belgische Premier Charles Michel am Freitag zu den laufenden Gesprächen, die den Handelspakt Ceta mit Kanada trotz des Widerstands der belgischen Region Wallonie retten sollen.)«Ich hoffe wirklich, heute mit einem Handelsabkommen mit Kanada nach Hause zu fahren.» (Der estnische Premier Taavi Roivas am Freitag zum andauernden Versuch, den Handelspakt Ceta mit Kanada trotz des Widerstands der belgischen Region Wallonie zu retten.)«Ich muss sagen, ich bin erstaunt darüber, dass wir mit Vietnam ein Handelsabkommen schließen können. Es ist ja weltweit bekannt, was für ein demokratisches Land Vietnam ist, da hört man aber nichts. Bei Kanada, dieser regelrechten Diktatur, sind alle über Menschenrechte besorgt. Das stellt die Dinge auf den Kopf.» (EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Freitag ironisch vor dem Hintergrund der Bedenken der Wallonie gegen das europäisch-kanadische Handelsabkommen Ceta.)

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