Verband spricht von «tragischen Umständen» bei Busunfall in Italien
Köln (dpa) - Der internationale Bustouristik-Verband RDA hat den Angehörigen der Opfer des schweren Busunfalls bei Verona sein Mitgefühl ausgesprochen und den Verletzten Genesungswünsche geschickt. Nach ersten Erkenntnissen hätten «tragische Umstände» eine Rolle gespielt, erklärte der Verband am Samstag in Köln: Der Bus sei kurz nach Mitternacht so unglücklich längs der Leitplanke zum Stehen gekommen, dass sich die rechts liegenden Türen nicht hätten öffnen lassen. «Der Bus geriet nach dem Aufprall wohl wegen Elektrik-Kurzschluss in Brand. Im sich rasch ausbreitenden Feuer mussten sich alle Insassen, teilweise auch durch den Aufprall verletzt, durch die Fenster nach draußen retten», heißt es in einer Mitteilung. RDA-Vizepräsident Heinrich Marti sprach von einem schwarzen Tag für die Bustouristik. Er verwies darauf, dass es 2016 die niedrigste Zahl schwerer Reisebusunfälle in Europa seit mehr als zehn Jahren gegeben habe. Sein Verband werde sich weiter aktiv für die Verbesserung des hohen Sicherheitsniveaus von Busreisen engagieren.Bei dem Unfall in der Nacht zum Samstag waren 16 Insassen getötet worden. In dem Unglücksbus befanden sich Schüler und Lehrer des Budapester Szinyei-Merse-Gymnasiums, wie das Portal «index.hu» unter Berufung auf Angehörige berichtete. Die Schülergruppe war auf dem Rückweg von einem Skikurs in Frankreich.