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Stadtwerke Eberbach: Umrüstung der 1550 Straßenlampen soll noch 2019 abgeschlossen sein

Von Peter Bayer

Eberbach. In Eberbach und einigen Ortsteilen leuchten immer mehr LEDs. Von 1550 Straßenlampen müssen nur noch 100 getauscht werden, dann ist die 2017 begonnene Umstellung durch die Stadtwerke abgeschlossen. "Wie liegen super gut im Zeitplan", sagt Projektleiter Andreas Schaab. Er ist sicher, dass das vor zwei Jahren anvisierte zeitliche Ziel "Ende 2019"auf jeden Fall erreicht wird. Die Kosten für die rund 1550 auszutauschenden Lampen belaufen sich auf rund 270.000 Euro.

"Das Jahr hat uns in die Karten gespielt, bis Herbst sind wir fertig", äußert sich Schaab optimistisch. Zwar wird in der Sommer- und Urlaubszeit gerade eine Pause eingelegt, doch im September geht die Umrüstung weiter. In den Ortsteilen Rockenau und Pleutersbach ist sie bereits abgeschlossen, im Stadtgebiet ist man grob durch bis auf ein, zwei Straßenzüge, und in Neckarwimmersbach sind nur noch kleinere Straßen offen. Igelsbach fehlt noch, während im Klingen-/Stückelacker die meisten Lampen noch zu tauschen sind. Für eine einzelne Umrüstung brauchen zwei Monteure im Schnitt eineinhalb Stunden.

Ist das Projekt abgeschlossen, dürfte die Stadt jährlich 70 Prozent, also rund 500.000 Kilowattstunden Strom einsparen. Dadurch reduzieren sich die jährlichen Kosten für die Beleuchtung auf 185.000 Euro. Für die Umrüstung entstehen der Stadt zudem keine zusätzlichen Kosten. Durch eine Contracting-Vereinbarung zwischen Stadt und Stadtwerken sollen die Projektkosten in Höhe von 980.000 Euro durch die Einsparungen - Instandhaltung inbegriffen - finanziert und bereits bis zum Jahr 2023 eingespart werden.

Neben der Stromeinsparung sind weitere Pluspunkte der LEDs die geringeren Instandhaltungskosten sowie mit rund 20 Jahren eine längere Lebensdauer. Stichwort ökologischer Fußabdruck: die CO2-Emissionen werden durch die Umrüstung um jährlich 300 Tonnen reduziert.

Nachdem bereits 1400 der 1550 Lampen auf LEDs umgerüstet sind, ist die Resonanz bislang gemischt. Den einen sind die Lampen zu hell, anderen wieder zu dunkel. "Wir hatten eine Beschwerde, dass es ins Wohnzimmer reingestrahlt hat", erinnert sich Techniker Jens Schilla. Aber die Stadtwerke hätten reagiert, die Bewohner seien jetzt zufrieden.

Der Grund für die unterschiedliche Wahrnehmung liegt darin, dass die LEDs punktuell heller strahlen, dafür aber nicht mehr so breit streuen wie die bisherigen Lampen. "Bei Treppenwegen gibt es zwischendurch dunkle Stellen, unter der Lampe ist es hingegen heller", sagt Steffen Koch, Leiter des Stadtbauamts. Der Gesamteffekt sei eher positiv, bei der Stadt gebe es nur entsprechende Rückmeldungen.

In vielen Straßen gibt es große Abstände, angestrebt wird ein Mastenabstand von 30 bis 35 Meter, sagt Andreas Schaab. Mit einer Mastverlängerung um einen auf dann sechs Meter können größere Abstände ausgeglichen werden. Das ist bei etwa jeder dritten Straßenlaterne nötig. Die Kosten hierfür waren jedoch bereits eingeplant.

Für die weiteren Ortsteile Friedrichsdorf, Unterdielbach, Gaimühle und Lindach wurden die Leuchtenkataster erstellt und die Standsicherheitsprüfung der Masten durchgeführt. Im Spätsommer wollen die Stadtwerke ein Angebot über 200 Leuchten "im EnBW-Gebiet" abgeben - die Lampen sind unabhängig vom Stromnetz. Die Stadt muss dann darüber entscheiden. Fällt diese im Sinne der Stadtwerke positiv aus, so könnte auch hier mit der Umrüstung begonnen werden kann.

Durch die bisher bereits abgeschlossenen Umrüstungen ist die verkaufte Menge Strom der Stadtwerke natürlich zurückgegangen. In diesem Jahr wurden die Strompreise nicht erhöht. Und 2020? "Wir sind noch am Rechnen, prüfen, was wir 2020 machen", sagt Stadtwerkeleiter Günter Haag.

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