News von heute: Höchststrafe im Prozess um tödlichen Messerangriff in Dresden
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10:16 Uhr Höchststrafe im Prozess um tödlichen Messerangriff in Dresden
Im Prozess um einen mutmaßlich islamistisch motivierten Messerangriff auf zwei Männer in Dresden hat das sächsische Oberlandesgericht die Höchststrafe gegen den Angeklagten verhängt. Das Gericht verurteilte Abdullah A. unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes am Freitag zu lebenslanger Haft. Zudem stellte es die besondere Schwere der Schuld fest und behielt sich die anschließende Anordnung einer Sicherungsverwahrung vor.
9:51 Uhr Mann wegen Missbrauchs und Zwangsprostitution von Mädchen in Bayern verurteilt
Ein 49-Jähriger ist in Bayern wegen Missbrauchs und Zwangsprostitution der Tochter seiner Lebensgefährtin zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht in Schweinfurt sah es in seiner am Donnerstag verkündeten Entscheidung einem Sprecher zufolge als erwiesen an, dass er das Mädchen missbrauchte, kinderpornografische Bilder von ihr angefertigte und sie zur Prostitution zwang.
Die Mutter soll davon gewusst haben, gegen sie wird aber in einem getrennten Verfahren verhandelt. Bekannt wurde der Fall, nachdem der Angeklagte das Mädchen Ende Juli 2020 auf einer Autobahnraststätte in Bayern Lastwagenfahrern als Prostituierte angeboten hatte. Ein Fahrer verständigte daraufhin die Polizei.
Laut Anklageschrift lebte das 2009 geborene Mädchen seit 2018 in der gemeinsamen Wohnung ihrer Mutter und deren Freunds. Dort kam es wiederholt zu sexuellen Handlungen vor sowie an dem damals neunjährigen Mädchen. Darüber hinaus wurden von dem Angeklagten zahlreiche kinderpornografische Bilder und Videos hergestellt worden sein. Mehrfach soll der Angeklagte das Mädchen zudem auf Autobahnraststätten Fremden als Prostituierte angeboten haben.
8.36 Uhr: Google kündigt ersten Laden an
Der Internetriese Google will erstmals überhaupt einen Laden eröffnen: In New York soll noch dieses Jahr der Google Store aufmachen, wie Manager Jason Rosenthal am Donnerstag mitteilte. Zu kaufen geben werde es dort "eine große Auswahl von Google-Produkten - von Pixel-Telefonen über Nest-Produkte bis hin zu Fitbit-Geräten und Pixelbooks sowie vieles anderes". Käuferinnen und Käufer könnten die Sachen auch online bestellen und im Laden abholen.
Der Laden soll im Stadtteil Chelsea stehen - dort hat Google bereits viele Büroräume für seine Angestellten. Aus dem Hause Google kommen Smartphones und Tablets unter dem Namen Pixel, Smart-Home-Geräte unter dem Namen Nest oder Fitnessuhren von Fitbit; den Hersteller hatte Google 2019 gekauft.
6.38 Uhr: Überreste von 14 Mordopfern in Haus von Ex-Polizisten in El Salvador gefunden
Im Haus eines ehemaligen Polizisten in El Salvador sind die Überreste von mindestens 14 Mordopfern gefunden worden. Ein Team aus gerichtsmedinzischen Spezialisten war in das Haus in der Stadt Chalchuapa geschickt worden, wo sie die Leichenreste an verschiedenen Stellen fanden, wie Justizminister Gustavo Villatoro am Donnerstag mitteilte.
Der Ex-Polizist war vor zwei Wochen als Hauptverdächtiger im Fall eines Mordes an einer Frau und ihrer Tochter festgenommen worden. Seine Festnahme führte dann zur Durchsuchung seines Hauses.
Der Mann soll nach seinem Ausscheiden aus dem Polizeidienst zum Anführer einer Verbrecherbande in dem kleinen zentralamerikanischen Land geworden sein. Ein Richter ordnete am Mittwoch auch die Festnahme von elf Verdächtigen aus dem Umfeld des Ex-Polizisten im Zuge von Mordermittlungen an.
6.37 Uhr: Nach Kabelbrand – 20.000 Haushalte in München ohne Strom
Wegen eines Kabelbrands ist in Teilen Münchens der Strom ausgefallen. Betroffen sind ungefähr 20.000 Haushalte in den Stadtteilen Haidhausen, Ramersdorf und Berg am Laim, wie die Stadtwerke München am Freitagmorgen mitteilten. Es könne auch zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, da etwa der Tram-Betriebshof in dem Gebiet liege und teilweise auch Ampeln ausgefallen seien.
Der Strom fiel den Angaben nach am Freitag gegen 3.50 Uhr aus. Die Reparaturen sollen bis zum Mittag dauern. Dies bedeutet laut einem Sprecher aber nicht, dass die Haushalte auch bis dahin ohne Strom sein werden. Weitere Details waren noch offen. Auch die Ursache des Kabelbrandes war zunächst unklar.
5 Uhr: Immer mehr Menschen zu Videosprechstunde beim Arzt bereit
n Deutschland wächst die Zahl der Patienten, die sich in einer Video-Sprechstunde mit ihrem Arzt beraten würden. Laut einer repräsentativen Allensbach-Umfrage im Auftrag des Medizintechnikkonzerns Fresenius zeigten sich Ende vergangenen Jahres 46 Prozent der Befragten dafür offen, während es vier Jahre zuvor erst 22 Prozent gewesen waren. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil derer, die Videosprechstunden mit ihrem behandelnden Arzt ausschließen, von 70 auf 41 Prozent zurück.
Eigene Erfahrungen mit Videosprechstunden haben aber erst zwei Prozent der Befragten in Deutschland gemacht, im Gegensatz zu 22 Prozent in den USA und 6 Prozent in Spanien. Ohnehin scheint Deutschland in dem Drei-Länder-Vergleich bei der Digitalisierung des Gesundheitsbereichs hinterher zu hinken. So berichteten nur 15 Prozent der deutschen Patienten, dass man bei ihrem Hausarzt auch online Termine vereinbaren könne, was in Spanien und den USA schon bei 55 Prozent der Befragten möglich ist und auch deutlich stärker genutzt wird.
4.48 Uhr: Berglöwe in den Straßen von San Francisco
Ein ausgewachsener Berglöwe ist nach einem zweitägigen Streifzug durch die Straßen von San Francisco von Wildhütern geschnappt worden. Die Raubkatze sei in der Nacht zum Donnerstag in dem Stadtviertel Bernal Heights in einem Baum gesichtet und mit einem Betäubungspfeil ruhiggestellt worden, teilte die Tierschutzbehörde mit. Das gut 45 Kilogramm schwere zweijährige Männchen wurde in den Zoo von Oakland gebracht.
"Er ist prachtvoll, sehr gesund und gut ernährt", teilte die Veterinärin Dr. Alex Herman nach einer Untersuchung des betäubten Pumas am Donnerstag mit. Das Tier mit dem Spitznamen "Mr. Handsome" (Schönling) wurde mit einem Mikrochip gekennzeichnet und anschließend in einem Wildnisgebiet im Bezirk Santa Clara südlich von San Francisco ausgesetzt.
In Kalifornien werden Berglöwen mitunter in Randzonen von Ortschaften gesichtet, nur gelegentlich dringen sie in Stadtgebiete ein. Die Raubkatzen gelten als scheu, Angriffe auf Menschen sind selten.
4.09 Uhr: Fast 70 Raubkatzen in "Tiger King Park" in den USA beschlagnahmt
Die US-Behörden haben von aus der Netflix-Doku "Tiger King" bekannten Privatzoo-Betreibern fast 70 Raubkatzen beschlagnahmt. Die 68 Löwen, Tiger und Löwen-Tiger-Mischlinge sowie ein Jaguar wurden aus dem "Tiger King Park" in Thackerville im Bundesstaat Oklahoma geholt, wie das US-Justizministerium am Donnerstag mitteilte.
Den Besitzern Jeffrey and Lauren Lowe werden Verstöße gegen ein Gesetz zum Schutz bedrohter Tierarten zur Last gelegt. Das Justizministerium prangerte eine ungenügende tierärztliche Betreuung und unangemessene Nahrung an. Außerdem seien die Gehege zu klein und würden den Tieren keinen ausreichenden Schutz vor schlechtem Wetter bieten.
4.08 Eiffelturm öffnet am 16. Juli wieder für Besucher
Der Eiffelturm in Paris soll ab dem 16. Juli wieder öffnen. Die tägliche Besucherzahl solle zunächst auf 10.000 Menschen begrenzt werden, teilte die Betreibergesellschaft des Wahrzeichens der französischen Hauptstadt am Donnerstag mit. Vor der Corona-Pandemie konnten 25.000 Menschen pro Tag den Turm besuchen.
Der Eiffelturm war wegen der Corona-Beschränkungen seit vergangenen Oktober gesperrt gewesen. Tickets für die Zeit nach der Wiederöffnung sollen ab dem 1. Juni verkauft werden. Alle Stockwerke des Bauwerks sollen ab 16. Juli wieder zugänglich sein, abgesehen von Sperrungen für Instandhaltungsarbeiten.
2.30 Uhr: Snapchat-Macher stellen Brille zum Einblenden virtueller Inhalte vor
ie Macher der Foto-App Snapchat haben als erste in der Tech-Branche eine alltagstaugliche Computerbrille vorgestellt, mit der sich digitale Inhalte ins Blickfeld des Nutzers einblenden lassen. Solche Brillen werden unter anderem von Apple und Facebook erwartet - aber die Entwicklerfirma Snap überholte sie mit der Präsentation am Donnerstag. Die "Spectacles"-Brille blendet die virtuellen Objekte zugleich nur in einen eingeschränkten Teil des Blickfelds ein. Sie ist zunächst nur für von Snap ausgewählte Nutzer verfügbar und wird nicht zum Kauf angeboten.
Die Kombination aus digitalen Inhalten und der realen Welt ist bekannt unter der Bezeichnung erweiterte Realität (AR, Augmented Reality). Bisher wird die Technologie vor allem auf Smartphone-Bildschirmen genutzt, auch Apple baut seit Jahren darauf.