News von heute: Iranisches Akw Buschehr nach "technischem Fehler" abgeschaltet
Die News von heute im stern-Ticker.
Die News von heute im stern-Ticker:
9.15 Uhr: Bevölkerung Deutschlands erstmals seit 2011 nicht gewachsen
Die Bevölkerung Deutschlands ist im vergangenen Jahr erstmals seit 2011 nicht gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, blieb die Zahl der Menschen bei 83,2 Millionen. In exakten Zahlen wurde sogar eine leichte Abnahme um 12.000 Einwohnerinnen und Einwohner registriert. In den Vorjahren hatte es jeweils einen Zuwachs gegeben.
9.13 Uhr: Schießerei in Berlin – drei Männer schwer verletzt
Bei einer heftigen Schießerei in Berlin sind am späten Sonntagabend drei Männer schwer verletzt worden. "Sehr viele Schüsse" wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft vor einer Shisha-Bar im Wedding abgefeuert. Die Polizei war nach der Tat gegen 23.00 Uhr mit einem großen Aufgebot vor Ort und sperrte die Umgebung weiträumig ab. "Der Hintergrund ist noch völlig unklar", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Die verletzten Männer seien serbischer Nationalität oder Herkunft. Mutmaßliche Täter gebe es noch nicht, bislang wurde niemand festgenommen.
8.36 Uhr: Abschaffung des Ehegattensplittings würde laut Studie 500.000 neue Jobs bringen
Die Abschaffung des Ehegattensplittings könnte große Wachstumseffekte auslösen. Dies geht aus einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) hervor, aus der das "Handelsblatt" berichtet. Eine Umstellung auf eine individuelle Besteuerung von Ehepartnern würde demnach bei gleichem Steueraufkommen mehr als eine halbe Million zusätzliche Vollzeit-Arbeitskräfte schaffen. Dadurch könnte das Bruttoinlandsprodukt einmalig um bis zu 1,5 Prozent steigen, was wiederum die Staatsverschuldung reduziere.
8.15 Uhr: Rechtsextremisten zieht es laut Verfassungsschutz nach Sachsen
Die Gleichgültigkeit vieler Menschen gegenüber Rechtsextremisten macht Sachsen aus Sicht des sächsischen Verfassungsschutzes zum Sammelort für Neonazis. "Es lässt sich zunehmend eine innerdeutsche Migration von Rechtsextremisten nach Sachsen beobachten – beispielsweise aus Nordrhein-Westfalen", sagte Behördenleiter Dirk-Martin Christian der "Leipziger Volkszeitung". "Es wird sich vielfach nicht mehr von politischen Extremisten distanziert." Das zeige sich etwa bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik. "Den sonstigen Protest-Teilnehmern ist es inzwischen offenbar egal, dass sie zusammen mit Rechtsextremisten demonstrieren." Die mangelnde Abgrenzung vom Rechtsextremismus sei eine ernstzunehmende Gefahr. Kein Verfassungsschutz könne dieses Problem lösen.
7.38 Uhr: Aline Abboud folgt auf Pinar Atalay bei den "Tagesthemen"
Die Moderatorin Aline Abboud wird Nachfolgerin von Pinar Atalay bei den "Tagesthemen". Sie werde Caren Miosga und Ingo Zamperoni in der Moderation des ARD-Nachrichtenmagazins vertreten, teilte der NDR mit. Abboud könne sowohl klassische Nachrichtensendungen als auch Social-Media-Nachrichtenformate für eine junge Zielgruppe moderieren, erklärte der Erste Chefredakteur von ARD-aktuell, Marcus Bornheim.08: "Tagesthemen"-Moderatorin wechselt zu RTL - spoton_article_769107
Den Angaben zufolge wurde Abboud 1988 in Ost-Berlin geboren. Sie studierte Arabistik in Leipzig, Beirut und Istanbul. Seit 2016 ist sie beim ZDF Redakteurin der Nachrichtensendung "Heute" und moderiert unter anderem die Spätnachrichtensendung "Heute Xpress". 2018 übernahm sie im "Auslandsjournal" die Rubrik "Außendienst" und 2019 die Moderation des Funk-Formats "Die da oben!". Vor zwei Wochen hatte RTL mitgeteilt, dass Pinar Atalay zum 1. August zu dem Privatsender wechselt. Die 43-Jährige werde den weiteren Ausbau der Informations- und Nachrichtenangebote in zentraler Rolle mitgestalten.
7.31 Uhr: Zwei Leichen im Rhein entdeckt - Vermisste Mädchen aus Duisburg?
Zwei Leichen sind am Wochenende im Rhein in den Niederlanden entdeckt worden. Ob es sich dabei um die 13 und 14 Jahre alten Mädchen handelt, die nach dem Baden bei Duisburg vermisst wurden, ist noch unklar. Die Leichen wurden an unterschiedlichen Stellen bei Rossum und bei Gendt im Rhein-Mündungsarm Waal angeschwemmt, wie mehrere Medien berichteten. Die Polizei Duisburg bestätigte heute früh lediglich den Fund.
Vergangenen Mittwoch hatten zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren gemeinsam mit einer 17 Jahre alten Freundin bei Duisburg im Rhein gebadet. Plötzlich wurden sie unter Wasser gezogen. Die 17-Jährige konnte zwar geborgen werden, sie starb aber nach Wiederbelebungsversuchen. Von den beiden anderen Mädchen fehlte jede Spur, eine großangelegte Suche nach ihnen mit Tauchern und Hubschraubern wurde ohne Ergebnis eingestellt.
6.56 Uhr: Iranisches Akw Buschehr nach "technischem Fehler" abgeschaltet
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr ist nach Behördenangaben wegen eines "technischen Fehlers" heruntergefahren worden. Die Anlage im Süden des Landes sei "vorübergehend abgeschaltet und vom Stromnetz genommen worden", teilte die iranische Atomenergiebehörde auf ihrer Internetseite mit. Eine genauere Beschreibung des Problems gibt es bislang nicht. "Wenn der technische Fehler behoben wurde, wird die Anlage natürlich wieder an das nationale Stromnetz angeschlossen", hieß es in der kurzen Stellungnahme weiter. Dies solle "in einigen Tagen" der Fall sein.
Buschehr liegt im Süden des Irans. Das Atomkraftwerk wurde mit russischer Hilfe erbaut und im September 2011 in Betrieb genommen.
6.13 Uhr: Parlamentswahl in Äthiopien begonnen
Überschattet vom Konflikt in der Unruheregion Tigray hat in Äthiopien die Parlamentswahl begonnen. Es ist der erste Stimmungstest für Regierungschef Abiy Ahmed, der 2018 mit dem Versprechen einer Demokratisierung des ostafrikanischen Landes ins Amt gekommen war. Gewählt werden neben dem Parlament auch die Regionalparlamente. Abiys Wohlfahrtspartei gilt als klarer Favorit.
Äthiopische Regierungstruppen hatten im November eine Militäroffensive gegen die in Tigray regierende Volksbefreiungsfront TPLF begonnen. Seither sind die mehr als fünf Millionen Einwohner der Region fast vollständig vom Rest der Welt abgeschnitten, der Zugang für Hilfsorganisation ist in vielen Gebieten stark eingeschränkt. In der Konfliktregion kann vorerst nicht gewählt werden. In dutzenden weiteren Wahlkreisen wurde der Urnengang aufgrund schwelender Konflikte oder logistischer Probleme auf September verschoben.
5.20 Uhr: RKI registriert erstmals seit August weniger als 500 Neuinfektionen
Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert-Koch-Institut gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 10. August mit 436 unter der Schwelle von 500 gelegen. Montags sind die gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor einer Woche hatte der Wert bei 549 Ansteckungen gelegen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel laut RKI auf bundesweit 8,6 (Vortag: 8,8; Vorwoche: 16,6; Vormonat: 67,3). Binnen 24 Stunden wurden zehn neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls zehn Tote gewesen. Die Zahl der Menschen, die an oder mit einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.395 angegeben.PAID Curevac Bilanz 17.55
5.02 Uhr: Vermeintlicher Diamantenfund in Südafrika entpuppt sich als Quarz
Ein vermeintlicher Diamantenfund, der in Südafrika tausende in ein wahres Diamantenfieber versetzt hat, hat sich als simpler Quarz entpuppt. Nachdem ein Hirte in der Provinz KwaZulu-Natal glänzende weiße Steine gefunden hatte, waren tausende hoffnungsvolle Glücksritter zu der Stelle ausgeschwärmt. Die Regierung entsandte daraufhin Geologen und Minen-Experten, um Proben zu entnehmen. Mit enttäuschendem Ergebnis: "Die Untersuchungen haben eindeutig ergeben, dass die in dem Gebiet gefundenen Steine keine Diamanten sind", erklärte die Regionalregierung.
Stattdessen handele es sich um Quarzkristalle, deren Wert im Vergleich zu Diamanten "sehr niedrig" sein dürfte. Die Regierung rief die angereisten Diamantensucher auf, das Gebiet wieder zu verlassen. Ihre Schürftätigkeiten belasteten die Umwelt und stellten angesichts des Coronavirus eine Gesundheitsgefahr dar.
3.51 Uhr: Intensivmediziner rechnen mit weniger schweren Corona-Erkrankungen
Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, rechnet in einer möglichen vierten Corona-Welle mit weniger Patienten auf den Intensivstationen. "Wir werden, wenn es im Herbst zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen kommt, sehr genau auf die Neuaufnahmen auf den Intensivstationen schauen müssen. Wenn die vulnerablen Gruppen bis dahin sehr gut geimpft sind, könnte es auch bei höheren Inzidenzen viel weniger schwere Verläufe geben", sagte Karagiannidis der Düsseldorfer "Rheinischen Post".
2.57 Uhr: ISS-Astronauten installieren bei Außeneinsatz neue Sonnensegel
Zwei Astronauten haben in einem Außeneinsatz neue Sonnensegel an der Internationalen Raumstation ISS installiert. Der sechsstündige Einsatz des Franzosen Thomas Pesquet und seines US-Kollegen Shane Kimbrough sei erfolgreich verlaufen, erklärte die US-Raumfahrtbehörde Nasa. Ein weiterer Satz Sonnensegel soll am Freitag installiert werden. Am Mittwoch hatte es bei einem ersten Außeneinsatz Probleme gegeben, unter anderem mit Kimbroughs Raumanzug.
Die neuen Sonnensegel sollen die Energieversorgung der ISS sowohl im Alltag als auch für Forschungsprojekte sichern. Sie sind auf eine Lebensdauer von 15 Jahren ausgerichtet.
2.50 Uhr: Golfer Rahm gewinnt nach Covid-Erkrankung US-Open
Der Spanier Jon Rahm hat die 121. Auflage der US-Open und damit sein erstes Major-Turnier gewonnen. Der 26-Jährige lieferte auf dem Torrey Pines Golf Course in La Jolla eine starke 67er-Runde mit zwei Birdies auf den Bahnen 17 und 18 ab und distanzierte den Südafrikaner Louis Oosthuizen um einen Schlag. Insgesamt blieb Rahm nach den vier Tagen sechs Schläge unter Par. Er war erst zu Beginn des Monats während eines Turniers positiv auf das Coronavirus getestet worden und hatte als Führender abbrechen müssen. "Das ist die Kraft des positiven Denkens", sagte Rahm mit dem Pokal in der Hand. Er übernahm auch die Führung in der Golf-Weltrangliste.
Deutschlands Golfstar Martin Kaymer fiel am Schlusstag noch um fünf Ränge zurück und beendete das Major auf dem geteilten 26. Platz.Golfkrieg Koepka DeChambeau 15.00
1.44 Uhr: Herausforderer Kotscharjan zweifelt Wahlergebnis in Armenien an
Nach der vorgezogenen Parlamentswahl in Armenien hat Herausforderer Robert Kotscharjan einen möglichen Sieg von Regierungschef Nikol Paschinjan in Zweifel gezogen. Es gebe "hunderte Hinweise" aus den Wahllokalen, die auf "organisierte und geplante Fälschungen" hindeuteten, erklärte das Bündnis des früheren Präsidenten in der Nacht. Das Bündnis werde das Wahlergebnis nicht anerkennen, bis diese "Verstöße" überprüft seien.
Ministerpräsident Paschinjan erklärte sich dagegen in der Nacht zum Wahlsieger. Die Wähler hätten seiner Partei und ihm selbst den Regierungsauftrag gegeben, sagte er. Paschinjan sprach von einem "überzeugenden Sieg". Nach Auszählung von 47 Prozent der Wahllokale lag seine Partei nach Angaben der Wahlkommission bei 58 Prozent der Stimmen, Kotscharjans Bündnis dagegen bei knapp 19 Prozent.
0.10 Uhr: Maas will neuen Flüchtlingsdeal mit der Türkei
Bundesaußenminister Heiko Maas hat einen neuen Flüchtlingsdeal mit Ankara gefordert. "Wir brauchen ein Update der Migrationszusammenarbeit mit der Türkei", sagte der SPD-Politiker der "Welt". Die EU habe ein großes Interesse daran, dass das Abkommen weiterentwickelt und fortgeschrieben werde. "Bei allen Schwierigkeiten, die wir mit der türkischen Regierung haben, muss man anerkennen, dass das Land eine nicht unerhebliche Migrationslast für uns übernommen hat." Im Rahmen eines neuen Abkommens müssten der Türkei auch weitere EU-Gelder zur Verfügung gestellt werden.
Der Deal zwischen der EU und der Türkei sieht unter anderem vor, dass die Türkei gegen unerlaubte Migration in die EU vorgeht und Griechenland illegal auf die Ägäis-Inseln gelangte Migranten zurück in die Türkei schicken kann. Im Gegenzug übernimmt die EU für jeden zurückgeschickten Syrer einen syrischen Flüchtling aus der Türkei und unterstützt das Land finanziell bei der Versorgung der Flüchtlinge.