Handball-Bundesliga: Flensburg verliert Berlin – Kiel mit schwächster Saison
Die Spielzeit in der Handball-Bundesliga war für die Nordclubs höchstens mittelmäßig. Auch Hannover enttäuscht. Hamburg bleibt im Bereich des Möglichen.
Die 60. Saison der Handball-Bundesliga ist auch für die vier Nordclubs beendet. Am besten schnitt die SG Flensburg-Handewitt ab. Ebenso enttäuschend wie für den THW Kiel lief die Spielzeit für die TSV Hannover-Burgdorf ab. Der HSV Hamburg blieb dagegen im Rahmen des Erwartbaren.
SG Flensburg-Handewitt, 51:17 Punkte, Platz 3
Die Flensburger hätten das Saisonfinale bei den Füchsen Berlin mit mehr als 30 Toren Unterschied gewinnen müssen, um die Hauptstädter noch vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen. Die Partie endete aber mit einer 38:43 (20:22)-Niederlage für die Norddeutschen. Auch elf Tore von Simon Pytlick reichten der SG nicht. Und erfolgreichster Werfer der Partie war der Däne auch nicht. Sein Landsmann Mathias Gidsel war 18-mal erfolgreich und sicherte sich mit insgesamt 317 Treffern die Torjägerkanone der Bundesliga.
THW Kiel, 42:26 Punkte, Platz 6
Der Rekordmeister aus Kiel enttäuschte auch im letzten Heimspiel. Der TBV Lemgo Lippe setzte sich mit 34:31 (16:15) durch und verdrängte den THW noch von Platz fünf. Damit sind wohl auch die letzten Hoffnungen auf eine Europapokal-Teilnahme erloschen, denn ein Upgrade in die Europen League würde es - wenn überhaupt - nun eher für den TBV und nicht für den THW geben.
Platz sechs ist die schlechteste Platzierung der Kieler seit 23 Jahren. Jubel bei den Fans gab es so nur vor dem Spiel. Nationalspieler Lukas Zerbe hat seinen Vertrag bei den „Zebras“ vorzeitig um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2029 verlängert.
HSV Hamburg, 31:37 Punkte, Platz 10
Mit einem 40:33 (15:18)-Sieg beim heimstarken ThSV Eisenach beendeten die Hamburger die Spielzeit. Ausschlaggebend für den Auswärtserfolg war eine extrem starke zweite Halbzeit. Zwei Minuten vor dem Seitenwechsel hatten die Hanseaten noch mit 13:17 hinten gelegen. Nach der Pause wurde das Team von HSVH-Trainer Torsten Jansen immer stärker. Casper Mortensen sorgte mit dem 29:23 (46.) für die Vorentscheidung.
TSV Hannover-Burgdorf, 29:39 Punkte, Platz 11
Nach Platz sechs in der Vorsaison und dem Erreichen des Viertelfinales in der European League stürzten die „Recken“ aus der niedersächsischen Landeshauptstadt um fünf Ränge ab. Während der Saison übernahm Juan Carlos Pastor das Traineramt für den freigestellten Christian Prokop. Im Saisonfinale war ein Sieg gegen den European-League-Sieger MT Melsungen drin, doch ein Treffer der Nordhessen fünf Sekunden vor dem Ende besiegelte das 32:32 (16:15).