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Einzelhandel: Zwei Galeria-Filialen in Niedersachsen droht das Aus

Stern 

Die Warenhauskette will ihr Filialnetz verkleinern. Zu den Streichkandidaten zählen auch zwei Standorte in Niedersachsen.

Die Warenhauskette Galeria prüft zahlreiche Standorte auf Rentabilität - darunter auch zwei in Niedersachsen. Bei einem negativen Urteil könnte das die Schließung der Filialen in Braunschweig und Oldenburg bedeuten, wie das Unternehmen mitteilte. Kriterien für die Auswahl waren laut Galeria unter anderem die Mietbelastung und Ertragskraft. 

„Wir werden jeden Standort einzeln und ergebnisoffen betrachten“, sagte Geschäftsführer Tilo Hellenbock. Galeria will den Angaben nach auch mit den Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen verhandeln. Sollten keine tragfähigen Lösungen erarbeitet werden, sei die Fortführung der jeweiligen Filiale gefährdet. Wann Entscheidungen fallen, ließ eine Sprecherin von Galeria offen. 

Auch bei allen übrigen Filialen würden Gespräche zur Optimierung geführt. Neben Mietanpassungen seien auch Umzüge und Neueröffnungen denkbar.

Neuer Millionenkredit für Galeria

Die angeschlagene Warenhauskette hatte kürzlich eine neue Kreditfinanzierung von bis zu 160 Millionen Euro erhalten. Die Kreditlinie wird von der US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers bereitgestellt und ist an einen Sanierungsplan geknüpft, der weitere Schließungen vorsieht. 

Der Konzern, der rund 12.000 Menschen beschäftigt, hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet. Grund dafür war unter anderem die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa. Im Sommer 2024 wurden neun Standorte geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.

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