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Vielfalt: Hamburgs Pride Week: 46 Jahre CSD und klare Forderung

Stern 

Bunte Trucks, engagierte Ehrenamtliche und eine klare Forderung: Was während Hamburgs Pride Week im Kampf gegen Queerfeindlichkeit beschäftigt.

Hamburg steht vor einer Woche im Zeichen der Vielfalt. Mit der Pride Week beginnt an diesem Samstag eine der größten queeren Veranstaltungsreihen der Stadt. Zahlreiche Veranstaltungen wie Lesungen und Workshops münden in die große CSD-Demonstration am 1. August, die traditionell den Höhepunkt der Aktionswoche bildet. Organisiert werden die Pride Week und der CSD von Ehrenamtlichen des Vereins Hamburg Pride e.V. 

Die CSD-Demo findet in diesem Jahr bereits zum 46. Mal in Hamburg statt. Teil der Parade sind mehr als 40 Lastwagen von Vereinen, Parteien, Unternehmen und Kirchengemeinden. Für die rund vier Kilometer lange Strecke haben sich in diesem Jahr 120 Gruppen angemeldet.

Route durch Lübecker Straße

Aus Sicherheitsgründen führt die Route auch in diesem Jahr nicht durch die vergleichsweise schmale Lange Reihe, sondern durch die Lübecker Straße und den Steindamm. Sie endet auf der Lombardsbrücke. 

Der Christopher Street Day wird weltweit gefeiert. Die Bewegung geht auf Ereignisse im Juni 1969 in New York zurück. Nach einer Razzia der Polizei in der Szenebar „Stonewall Inn“ kam es damals zum Aufstand von Schwulen und Lesben. Hauptschauplatz von Straßenschlachten war die Christopher Street im Künstler-Viertel Greenwich Village in New York City. 

Queerfeindliche Straftaten nehmen zu

In Hamburg wurden nach Angaben der Polizei im vergangenen Jahr 166 Straftaten gegen die „geschlechtsbezogene Diversität“ und die sexuelle Orientierung erfasst, was ein Anstieg von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist. Im Jahr 2024 wurden 149 Taten gezählt. 2023 waren es 98. 

„Die größte Herausforderung ist sicherlich das Thema Sicherheit, denn Queerfeindlichkeit nimmt zu“, sagte Manuel Opitz vom Verein Hamburg Pride der Deutschen Presse-Agentur. „Wir fordern von der Bundesregierung, dass sie den Aktionsplan „Queer Leben“ wieder einsetzt.“ Dass die Bundesregierung den Aktionsplan der Vorgängerregierung eingestellt habe, sei ein Fehler.

Der Aktionsplan „Queer Leben“ wurde 2022 vom damaligen Queer-Beauftragten Sven Lehmann (Grüne) vorgestellt. Dabei handelte es sich um eine Strategie der damaligen Bundesregierung, mit der die Akzeptanz und der Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt gestärkt und Queerfeindlichkeit bekämpft werden sollte. Der Plan umfasste eine Liste von Maßnahmen, darunter unter anderem Sicherheit, rechtliche Anerkennung und Stärkung von Beratungsstrukturen.

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