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Optik-Konzern: Jenoptik: Wieder deutlich mehr Aufträge

Stern 

Jenoptik gehört zu den umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen in Ostdeutschland. Wie sich das Geschäft des Optik-Konzerns in der ersten Jahreshälfte entwickelte.

Der Jenoptik-Konzern trotzt dem schwachen Konjunkturtrend: Vor allem Projekte der Halbleiterindustrie und der Medizintechnik füllen die Auftragsbücher des börsennotierten Thüringer Optik-Unternehmens. Im ersten Halbjahr wurde ein Plus beim Auftragseingang von 53 Prozent auf 723,4 Millionen Euro erzielt, wie der Vorstand am Konzernsitz in Jena mitteilte. 

Bei einem nur leichten Umsatzplus von einem Prozent auf 503,2 Millionen Euro stieg der Gewinn kräftig. Unter dem Strich standen nach Steuern Ende Juni Erträge von 39,7 Millionen Euro - ein Plus von 57 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025. 

Gutes Jahr erwartet 

Jenoptik gehört mit weltweit rund 4.000 Beschäftigten zu den wenigen börsennotierten Technologieunternehmen in Ostdeutschland. Nach mehrjähriger Pause wurde das Unternehmen in diesem Jahr wieder in den MDax der Frankfurter Börse aufgenommen. Das Kerngeschäft umfasst optische Systeme, Laser und Messtechnik für industrielle Anwendungen sowie Technologien für die Verkehrsüberwachung. 

Da es sich beim Auftragseingang um einige Großprojekte handelte, werde sich die Dynamik im zweiten Halbjahr so nicht fortsetzen. „Ungeachtet dessen erwarten wir ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2026 und haben dementsprechend unsere Prognose in der oberen Hälfte der bisherigen Bandbreite präzisiert“, erklärte Finanzvorständin Prisca Havranek-Kosicek. 

Bei der Geschäftsprognose agierte der Vorstand vorsichtig - mit Verweis auf unverändert hohe Marktunsicherheiten angesichts der weltweiten Krisen. Erwartet werde für das laufende Geschäftsjahr eine Umsatz- und Ertragsverbesserung. 2025 hatte der Konzernumsatz rund 1,05 Milliarden Euro betragen.

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