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„Ich sage die Wahrheit“: Dianas Bruder Charles Spencer legt im Streit mit König Charles nach

Stern 

Dianas Bruder Spencer hat seine Vorwürfe gegen König Charles unterstrichen und von einer „ungeheuerlichen“ Äußerung gesprochen.

Charles Spencer hat seine Behauptungen über ein Telefonat mit König Charles, 77, nach Prinzessin Dianas Tod bekräftigt. Der 62-Jährige schreibt in seinem neuen Buch, der damalige Thronfolger habe über Diana gesagt, sie werde schon bald aus ihren Erinnerungen verschwunden sein.

In einem Interview mit der BBC hielt Spencer daran fest. Der Bruder von Prinzessin Diana sagte zu Laura Kuenssberg: „Ich kann Ihnen hier und jetzt versichern, dass das genau die Worte waren, die er gesagt hat.“ Auf die Frage, welchem Charles die Öffentlichkeit nun glauben solle, antwortete er: „Ich sage die Wahrheit.“

Wie die „Daily Mail“ vorab aus seinem Buch berichtete, behauptet Spencer in „Swan Song: Diana, My Sister“, Charles habe während eines Telefonats über Diana gesagt: „Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen.“

Palast reagierte auf die Vorwürfe

Der Buckingham-Palast reagierte nach Veröffentlichung der Buchpassage auf Spencers Darstellung. Grundsätzlich kommentiere man Bücher nicht, erklärte ein Sprecher laut „The Sun“. König Charles sei sich jedoch bewusst, dass der Schmerz um ein verstorbenes Geschwister die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinflussen und auch viele Jahre später die Erinnerung färben könne.

Als Reaktion auf die Erklärung des Palastes sagte Spencer nun der BBC: „Ist er wütend? Ist er wütend oder ist es ihm peinlich?“ Der 62-Jährige verriet, das Telefonat sei eines von zwei gewesen, die er in seinem Leben mit dem heutigen König Charles geführt habe, und er habe seinen Freunden und Familienangehörigen damals von dieser Äußerung erzählt, „weil sie so ungeheuerlich war“.

Streit mit König Charles um Rolle von Harry und William bei Beerdigung

Zu dem Streit sei es in den Tagen zwischen Dianas Tod am 31. August 1997 und ihrer Beerdigung am 6. September gekommen. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob ihre beiden Söhne, Prinz William, 44, und Prinz Harry, 42, damals 15 und 12 Jahre alt, hinter dem Sarg ihrer Mutter durch London laufen sollten. Spencer schreibt dem Bericht zufolge, dass er entschieden gegen die Teilnahme seiner Neffen gewesen sei.

Das Gespräch sei zunehmend hitziger geworden. Spencer beschreibt, Charles habe seinem Ärger freien Lauf gelassen und schließlich die Worte gesagt, die ihn bis heute beschäftigen. Er selbst sei von der Aussage derart überrascht gewesen, dass er zunächst einige Sekunden nichts habe sagen können. Schließlich habe er Charles lediglich geantwortet: „Ich kann nicht glauben, dass du das gerade gesagt hast“, und aufgelegt.

Diana und Charles heirateten 1981, trennten sich 1992 und ließen sich 1996 scheiden – ein Jahr, bevor sie im Alter von 36 Jahren bei einem Autounfall in Paris ums Leben kam. Ihre Söhne Prinz William und Prinz Harry nahmen – trotz der Einwände ihres Onkels – an der Trauerprozession teil. Gemeinsam mit ihrem Vater Charles, ihrem Großvater Prinz Philip (1921–2021) und Charles Spencer liefen sie hinter Dianas Sarg zur Westminster Abbey.

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