Junge Menschen machen mobil: „Gen Z regelt“ - Hunderte bei Jugendprotesten in Magdeburg
Junge Menschen treibt es deutschlandweit zu Protesten auf die Straße. Ihre Forderungen sind vielfältig. In Magdeburg versammeln sich bislang weniger als erwartet.
In Magdeburg sind mehrere hundert junge Menschen dem Aufruf der Initiative „Gen Z regelt“ zu einer Protestaktion gefolgt. Nach Beobachtungen von dpa-Reportern hatten sie sich auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs zu der Demonstration versammelt, für die online mehr als 5.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer per Mausklick zugesagt hatten. Angemeldet und genehmigt waren laut Polizei 500 Menschen. Ein Umzug durch die Innenstadt sei nicht geplant.
Bundesweite Proteste in mehr als 30 Städten
Für die Veranstaltung in Magdeburg war die Initiative eigenen Angaben nach weder inhaltlich noch organisatorisch zuständig, hatte sie aber beworben. „Gen Z regelt“ war demnach nur für vier von 34 Städten in Deutschland direkt zuständig, in der Jugendproteste angemeldet waren.
Zur Generation Z gehören junge Menschen, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden. Sie setzen sich mit den Protesten für Bildung, Gesundheit, Klimaschutz und ein bezahlbares Leben ein. Es gehe auch um Themen wie Gerechtigkeit, Wehrpflicht und Grundrechte, hieß es. In anderen europäischen Ländern geht die Generation Z schon seit Wochen massenhaft auf die Straße. In Frankreich war es dabei zu schweren Ausschreitungen gekommen.
Veranstaltung auch in Halle angemeldet
Neben Magdeburg gab es auch in Halle eine Veranstaltung mit „Gen Z“-Bezug - sie wurde nicht offiziell auf der Protest-Homepage angekündigt oder beworben. Laut Polizei hatte der Veranstalter in Halle 70 Personen angemeldet.