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Ehrung: Ludwig-Börne-Preis geht an Historiker Christopher Clark

Stern 

Seine Bücher und Fernsehserien machten den Australier in Deutschland bekannt. Nun erhält er eine wichtige Auszeichnung für Essayisten.

Der auch einem breiteren Fernsehpublikum bekannte australische Historiker Christopher Clark erhält in diesem Jahr den Ludwig-Börne-Preis. Der Vorstand der Ludwig-Börne-Stiftung würdige Clark als einen mitreißenden Erzähler von Geschichte, "der uns unbefangen erklärt, wie wir wurden, was wir sind. Und was aus uns werden kann."

Clark ist unter anderem für sein Werk "Die Schlafwandler" bekannt, in dem er darlegte, wie die europäischen Großmächte 1914 in den Ersten Weltkrieg schlitterten. Der in England lebende Historiker, bekannt aus mehreren ZDF-Serien (unter anderem "Welten-Saga") spricht sehr gut Deutsch. Dabei hat er die Sprache weder in der Schule gelernt noch studiert und auch nie für längere Zeit in Deutschland gearbeitet.

Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert. Der Preis, der an den Schriftsteller und Essayisten Ludwig Börne (1786-1837) erinnert, ehrt seit 1993 deutschsprachige Autoren und Autorinnen im Bereich des Essays, der Kritik und der Reportage. Frühere Preisträger waren unter anderem Dan Diner, Daniel Kehlmann, Rudolf Augstein und Marcel Reich-Ranicki.

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