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Kirche: Bewegender Gottesdienst zum Ende des Katholikentags

Stern 

Mit einem Aufruf, Demokratie und Freiheit zu verteidigen, geht der Deutsche Katholikentag in Würzburg zu Ende. Und mit dem Gedanken an alle, denen es schlechter geht.

Mit einem großen Gottesdienst vor der Würzburger Residenz und der Aufforderung anzupacken ist der 104. Deutsche Katholikentag zu Ende gegangen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, sagte: "Die Welt brennt. Aber sie ist nicht verloren. (...) Wartet nicht, zögert nicht, schaut hin, packt an, geht los, habt Mut, steht auf!" 

Wilmer lenkte den Blick vor allem auf den Sudan, wo sich derzeit die größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit ereigne und Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen seien. "Wir dürfen die Menschen in Afrika nicht vergessen."

Dank allen Helfern

Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, bedankte sich bei allen Mitwirkenden und Besuchern: "Danke, dass Sie hier waren und den 104. Deutschen Katholikentag so mit Leben gefüllt haben." 

Auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, war bei der Großveranstaltung vor dem Weltkulturerbe mitten in der Innenstadt dabei. "Beweisen Sie Zivilcourage! Stehen Sie auf gegen Judenhass und für unsere Werte! Haben Sie Mut! Nicht nur jetzt, nicht nur heute, sondern an jedem einzelnen Tag! Stehen Sie auf und bleiben Sie standhaft!", sagte er.

Wer nicht vor Ort dabei war, konnte das Großevent im Fernsehen und Radio live sehen oder hören. Die Übertragung des Gottesdiensts zur Eröffnung des Katholikentags an Christi Himmelfahrt hatten nach Angaben des Bayerischen Rundfunks rund 600.000 Menschen verfolgt.

Auf nach Paderborn

Katholikentage werden vom ZdK veranstaltet, das die katholischen Laien vertritt. Das Leitwort der Veranstaltung in Würzburg lautete "Hab Mut, steh auf!". In zwei Jahren findet der nächste Katholikentag in Paderborn in Nordrhein-Westfalen statt - vom 24. bis zum 28. Mai.

Zehntausende Besucher waren in Würzburg zu dem vielfältigen Programm aus Musik, Kunst, Diskussionsrunden und spirituellen Angeboten gekommen. Zu Gast waren unter anderem auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU).

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