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Gealterte Urzeitechsen: Hagenbecks Dinosaurier müssen restauriert werden

Stern 

Die Dinosaurier im Tierpark Hagenbeck sind zwar nicht Millionen, sondern nur gut hundert Jahre alt, sie brauchen aber trotzdem eine Verjüngungskur. Eine Untersuchung der Skulpturen hat begonnen.

Im Tierpark Hagenbeck müssen zwölf lebensgroße Dinosaurier-Skulpturen restauriert werden. Die denkmalgeschützten Giganten sind nach Angaben des Hamburger Tierparks 117 Jahre alt und haben zahlreiche Risse in ihrer Haut aus Kunstharz, durch die Wasser eingedrungen ist. Eine Restauratorin habe mit der Bestandsaufnahme begonnen. Sie wolle herausfinden, wie die Exponate damals gebaut und welche Materialien dabei verwendet wurden. Auch die Standfestigkeit der Modelle wird erkundet. Die Restauratorin fotografiert die Details und erfasst die Schäden digital. 

Die Dinosaurier-Plastiken wurden den Angaben zufolge im Jahr 1908 von Tierparkgründer Carl Hagenbeck (1844-1913) in Auftrag gegeben. Im Winter 1909/1910 habe sie der Kölner Bildhauer Josef Pallenberg fertiggestellt. Grundlage der Modelle seien wissenschaftliche Erkenntnisse wie Abbildungen von Skeletten und Rekonstruktionen aus naturgeschichtlichen Museen gewesen.

Tierparkgründer glaubte an lebende Dinos

Hagenbeck habe die Skulpturen als eine Ergänzung zu den lebenden Tieren in der „Umweltlandschaft“ des Parks gesehen. Der als Visionär bezeichnete Tierparkgründer habe an das Überleben von Dinosauriern geglaubt, hieß es. 1909 finanzierte Carl Hagenbeck eine Afrika-Expedition. Die Teilnehmer sollten Berichten von Reisenden nachgehen, in denen von einem Lebewesen in der Art des Brontosaurus die Rede war.

Bis zum Ersten Weltkrieg fuhr eine Miniatureisenbahn mit Dampflok um den Dinosaurierteich mit den Skulpturen. Im Zweiten Weltkrieg wurden einige der Figuren durch Bomben beschädigt, aber bald nach dem Krieg wieder restauriert. Der Zoo in Hamburg-Stellingen war im Jahr 1907 eröffnet worden.

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