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Weinanbau: Schloss Wackerbarth startet Weinlese

Stern 

Schloss Wackerbarth startet früher als üblich mit der Weinlese. Trotz der Rekordhitze stehen die Reben vital da, sagt Weinbauleiter Till Neumeister.

Mit der sächsischen Spezialitätsrebe Goldriesling hat das Staatsweingut Schloss Wackerbarth die diesjährige Weinlese eingeläutet. Weinbauleiter Till Neumeister blickte beim Auftakt optimistisch auf den neuen Jahrgang. „Wir sind in einer wirklich guten Ausgangsposition“, sagte er. „Die Grundbedingungen für einen sehr guten Jahrgang sind da.“

Reben ohne größere Schäden nach Hitzewellen

Die Hitzewelle Mitte Juni mit bis zu 42 Grad in den Weinbergen hätten die Reben „unheimlich gut“ überstanden, sagte Neumeister. „Sie waren kurz nach der Blüte, die Beeren waren im Erbsenstadium Stadium, und da sind sie auch noch nicht sonnenbrandgefährdet.“ Auch bei der zweiten Hitzewelle zum Monatswechsel Juli auf August hielten sich die Schäden erstaunlich in Grenzen, wie Neumeister erklärte. „Man hätte bei dieser Anzahl an Hitzetagen mehr Sonnenbrand erwartet, als wir am Ende tatsächlich haben an den Trauben.“

Mit 30 Hitzetagen ist das Rekordjahr 2018 (27 Tage) zwar übertroffen, während der Vegetationsperiode, also dem Zeitraum vom Trieb bis zur Reife, gab es aber doppelt so viel Niederschlag. „Man erkennt es wunderbar an den Reben selbst, die stehen vital da“, sagte Neumeister. 

Weinlese beginnt eine Woche früher

Die rund 90 Hektar Rebfläche des Staatsweinguts liest eine sogenannte Handmannschaft von 30 fest angestellten Mitarbeitern, die die Reben über die gesamte Vegetationsperiode hinweg begleiten. Der Auftakt liegt in etwa eine Woche vor dem letzten Jahr, das in etwa dem langjährigen Mittel entsprach. Los geht es mit dem Goldriesling, der ausschließlich in Sachsen angebaut wird. In den nächsten Tag folgt die Sorte Solaris, aus der Schloss Wackerbarth Federweißen keltert. Ende August wird der neue Wein ausgeschenkt. 

An eine Prognose für die Erntemenge wagt sich Neumeister noch nicht heran. Dafür sind die Wettervorhersagen für die kommenden zwei Monate, die die Weinlese in etwa dauern wird, nicht sicher genug. Man werde aber etwas unter dem Rekordniveau von 2025 mit 650.000 Flaschen Wein und Sekt liegen.

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