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Gesundheitspolitik: Roboter gegen Einsamkeit: Köpping lobt Südkorea

Stern 

Roboter unterstützen in Südkorea Pflegepersonal und Senioren – Sachsens Delegation sieht Chancen für mehr Lebensqualität und Effizienz im Gesundheitswesen.

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hält technische Entwicklungen im südkoreanischen Gesundheitswesen für nachahmenswert. „Digitalisierung, KI und Robotik wird breit eingesetzt und ist im Alltag viel selbstverständlicher als bei uns. Es gibt hier eine große Offenheit für technische Innovationen, die im Alltag zum Wohle von Patienten und Personal eingesetzt werden“, erklärte die Ministerin nach ihrer Rückkehr von einer Reise in das ostasiatische Land. 

Roboter machen im Pflegeheim gute Laune

Nach Worten von Köpping zeige sich aber auch in Südkorea, dass Digitalisierung neben der finanziellen zunächst auch eine zeitliche und personelle Investition bedeutet. Der Nutzen stelle sich jedoch im Alltag ein. „Roboter werden in Pflegeheimen gegen Einsamkeit eingesetzt. Sie rollen im Pflegeheim über den Flur und machen gute Laune, man kann sich mit ihnen unterhalten und erhält Reaktionen. Die Technik wird dort viel selbstverständlicher eingesetzt.“

Besuch der Krankenhäuser in Seoul lehrreich

Köpping hatte in der vergangenen Woche mit einer sächsischen Delegation neben einer Fachmesse in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul unter anderem auch Kliniken und ein Rehazentrum besucht. „Der Besuch der Krankenhäuser in Seoul war für die sächsische Delegation beeindruckend und lehrreich. In einem Krankenhaus wurden die Stationen komplett per Roboter von ihrer Krankenhausapotheke mit Medikamenten beliefert. So werden Fehler bei der Medikamentenabgabe vermieden, es spart Zeit und Personal.“

Deutschland muss sich nicht verstecken

„Dennoch konnten wir als sächsische Delegation feststellen, dass auch bei uns die Entwicklung voranschreitet und wir uns nicht verstecken müssen. Viele der auf der Messe ausgestellten Softwarelösungen oder Hilfsmittel sind bereits in Deutschland im Einsatz“, betonte die Ministerin und weiter: „Das deutsche Gesundheitssystem wird ja gerne und viel kritisiert. Was wir vor Ort festgestellt haben: Südkorea hat ein großes Interesse, auch von uns zu lernen.“ Als Beispiel nannte sie das deutsche Krankenkassen-System.

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