Insekten: Was wirklich hilft, Stechmücken fernzuhalten – und was nicht
Citronella, Lavendel oder doch lieber ein Ventilator? Viele vermeintliche Mückenmittel halten nicht, was sie versprechen. Was wirklich vor Stichen schützt.
An einem lauen Sommerabend können einem Mücken den letzten Nerv rauben. Wer die kleinen Blutsauger fernhalten will, greift gern zu vermeintlichen Hausmitteln wie Citronella-Kerzen oder knipst das Licht aus. Doch was hilft tatsächlich?
Mythen rund um Stechmücken
Anders als häufig angenommen, werden Stechmücken nicht vom Licht angezogen. Vielmehr orientieren sie sich an dem Kohlendioxid, das Menschen ausatmen, sowie an Körpergerüchen. Deshalb bringt es wenig, beim Lüften einfach das Licht auszuschalten. Wer Mücken gar nicht erst in die Wohnung lassen möchte, sollte stattdessen ein engmaschiges Mückengitter am Fenster anbringen.
Dass Lavendel, Basilikum oder Zitronenmelisse auf der Fensterbank Mücken davon abhalten, durch ein geöffnetes Fenster zu fliegen, ist ein Mythos. Auch Duftkerzen mit Citronella oder ähnliche Hausmittel bieten keinen verlässlichen Schutz.
Was wirklich gegen Mücken hilft
Dagegen kann ein Ventilator dabei helfen, die surrenden Plagegeister auf Abstand zu halten. Der Luftstrom erschwert es den Insekten, gezielt auf einen Menschen zuzufliegen. Gleichzeitig verteilt die bewegte Luft die vom Körper abgegebenen Geruchsstoffe und das Kohlendioxid.
Wer sich länger im Freien aufhält, kann ein Mückenabwehrspray auftragen. Bewährte Wirkstoffe sind etwa DEET und Icaridin. Je nach Produkt und Konzentration kann der Schutz mehrere Stunden anhalten. Wichtig ist, das Mittel lückenlos auf die unbedeckte Haut aufzutragen und den Schutz nach starkem Schwitzen aufzufrischen.
Für Menschen, die auf chemische Wirkstoffe verzichten möchten, gibt es auch Produkte mit Zitroneneukalyptus. Sie können Mücken ebenfalls abwehren, wirken aber in der Regel kürzer als Mückenabwehrsprays.
Auch die Wahl der Kleidung kann helfen, Mückenstichen vorzubeugen. Helle, locker sitzende Kleidung schützt besser als dunkle und eng anliegende Stoffe, da Mücken durch letztere stechen können. Lange Ärmel und lange Hosenbeine bieten zusätzlichen Schutz.
Brutplätze beseitigen
Wer dauerhaft weniger Mücken im Garten haben möchte, sollte außerdem stehendes Wasser vermeiden. Regentonnen gehören abgedeckt und Blumenuntersetzer regelmäßig geleert. Denn schon kleine Wasseransammlungen dienen Mücken als Brutstätte.
Und wenn doch eine Mücke zugestochen hat? Dann hilft vor allem eines: nicht kratzen. Das verstärkt den Juckreiz und reizt die Haut zusätzlich. Kühlen kann die Beschwerden lindern.