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Medienberichte: Polizeieinsätze an Umspannwerken bei Bremen und Aachen

Stern 

Zum vierten Mal innerhalb einer Woche rückt die Polizei für einen Einsatz an einem Umspannwerk aus. Details gibt es kaum. Doch der Vorfall passt zu dem, was bisher geschah.

Die Polizei hat ein Umspannwerk in Ganderkesee umstellt. Das Areal im niedersächsischen Landkreis Oldenburg wurde weiträumig abgesperrt, heißt es in bisher unbestätigten Medienberichten. Zu den Hintergründen des Einsatzes halten sich die Behörden bisweilen bedeckt. „Man habe eine Feststellung gemacht, die einen Polizeieinsatz nötig gemacht habe“, zitiert der NDR einen Polizeisprecher.

Ein Polizeihubschrauber sowie Mitglieder des Technischen Hilfswerks sollen den Berichten zufolge vor Ort sein. Was den Einsatz konkret ausgelöst hat, ob eine Gefährdung besteht und wie lange der Einsatz dauert, dazu gibt es zunächst keine Informationen. Auch was genau geprüft wird, bleibt unklar. Die Beamten sprechen lediglich von „verdächtigen Umständen“. Eine Gefahr für die Bevölkerung schließt die Polizei den Berichten nach aus.

Auch in Weisweiler bei Aachen überprüfen die Beamten derweil ein Umspannwerk. Es gebe ein Bekennerschreiben, in dem eine weitere Tat dort erwähnt sei, sagt ein Polizeisprecher. Einsatzkräfte seien vor Ort. Es werde geprüft, ob auch in Weisweiler „verdächtige Abschussvorrichtungen“ zu finden seien. In dem Bekennerschreiben, das den Ermittlern vorliegt, seien mehrere Taten in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg erwähnt. Verfasser soll ein Mann aus Gevelsberg im Ennepe-Ruhr-Kreis sein. Nach ihm werde derzeit intensiv gefahndet. „Ob es sich bei ihm tatsächlich um einen Tatverdächtigen handelt oder um einen Trittbrettfahrer, muss erstmal geprüft werden“, betont der Polizeisprecher.

Mehrere Verdachtsfälle an Umspannwerken innerhalb einer Woche

Offen ist ob es einen Zusammenhang mit anderen Vorfällen an kritischer Infrastruktur gibt. Wegen mehrere Sabotagefällen an Umspannwerken in verschiedenen Regionen Deutschlands sind die Behörden in erhöhter Alarmbereitschaft.

In den vergangenen Tagen war die Polizei wiederholt für Einsätze an Umspannwerken ausgerückt. Der jüngste Einsatz erfolgte am Donnerstag in Dormagen, wo nach Angaben der „Bild“-Zeitung Abschussvorrichtungen für selbstgebaute Raketen entdeckt worden waren. An den Bausätzen sollen demnach Zeitschaltuhren und Kupferdrähte befestigt gewesen sein. Offiziell bestätigen wollte die Polizei diese Informationen nicht. Die Beamten stuften den Fall als Sabotagedelikt ein.

Ein Bekennerschreiben nährt den Verdacht, dass der Vorfall in Zusammenhang mit anderen Verdachtsfällen in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg steht. In den vergangenen Tagen wurden Abschussvorrichtungen an Umspannwerken in Bergheim westlich von Köln und beim Kraftwerk Jänschwalde in Südbrandenburg entdeckt. Die Hintergründe sind in beiden Fällen noch weitgehend unklar. Die Ermittler gehen aber von verfassungsfeindlicher Sabotage aus.

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