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Wiesn 2026: Zweiter Wiesntag nach „Bilderbuchstart“

Stern 

Gay Sonntag, Almauftrieb mit Promis und ein sieben Kilometer Trachtenzug durch München: Zweiter Tag der Sause auf dem Oktoberfest.

Tag zwei auf dem Oktoberfest: Gleich morgens geht es los mit dem traditionellen Gay Sunday in der „Bräurosl“. Er ist seit den 1970er Jahren eine feste Institution und Treff schwuler Männer. 

Um 10.00 Uhr startet am Sonntag dann der Trachten- und Schützenzug von der Maximilianstraße zur Theresienwiese. Er ist mit sieben Kilometern Länge und mehr als 9.000 Trachtlern, Blaskapellen, Schützen und anderen Traditionsgruppen einer der größten Trachtenumzüge weltweit. Prachtgespanne, Kutschen und Motivwagen begleiten den Zug. Das neue Münchner Kindl Sina Hochreiter führt den Festzug hoch zu Ross an.

Abends folgt dann der Almauftrieb im Käferzelt als eines der exklusivsten Promi-Treffen des Oktoberfests. 

Perfektes Volksfestwetter 

Wieder ist die Wetterprognose gut: Die meiste Zeit scheint die Sonne, erst am Abend kommen Wolken, heißt es beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Schon am ersten Tag lockte perfektes Volksfestwetter am Samstag Zehntausende auf das Festgelände. Dennoch blieben größere Vorfälle aus, wie die Polizei berichtete. 

Nachdem es im Vorjahr am zweiten Samstag auf der überfüllten Wiesn zu gefährlichen Situationen gekommen war, wurde das Sicherheitskonzept nachgeschärft. Von einer neuen Koordinierungsstelle auf dem Gelände aus sollen die Besucherströme auf dem Festgelände beobachtet, bewertet und bei Bedarf gesteuert werden. 

Mehr als 50 KI-gestützte Kameras sollen rechtzeitig gefährliche Menschenansammlungen erkennen lassen. An den besucherstarken Tagen ist ein sogenannter Crowdspotter im Einsatz, der die Besucherströme im Blick behält - und bei Bedarf Durchsagen macht.

Hunderte Polizisten und Ordner 

Etwa 600 Polizeibeamte und Hunderte Ordner sind rund um das Fest im Einsatz. Die Polizei sieht sich auch mit Blick auf die jüngsten Drohnen-Vorfälle gut vorbereitet. Es gebe dabei auch Unterstützung vom neuen Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum. Auch die Polizei hat längst Videokameras auf dem Gelände, rund 50 Kameras der Polizei leuchten so gut wie jeden Winkel des Fests aus. Geschulte Taschendiebfahnder sind unterwegs, um Gäste zu schützen - dennoch warnt die Polizei: Obacht im Gedränge auf Taschen und persönliche Gegenstände geben.

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