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50.000 Kilometer: Britischer Weltumwanderer ist nach 28 Jahren zurück in seiner Heimat

Stern 

Der Brite Karl Bushby hat seine Weltumrundung erfolgreich beendet. Die letzten Meter legte er schwimmend im Ärmelkanal zurück. Einige Ereignisse bremsten ihn viele Jahre aus. 

Nach 28 Jahren und mehr als 50.000 Kilometern Wanderung von Südamerika rund um die Welt ist ein britischer Abenteurer in seine Heimat zurückgekehrt. Der 57-jährige Karl Bushby meisterte am Montag seine letzte Herausforderung und durchquerte schwimmend den Ärmelkanal, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte. „Es fühlt sich gut an, nach all den Jahren wieder britischen Boden unter meinen Füßen zu haben“, wurde Bushby in einer Erklärung zitiert.

Der frühere Fallschirmjäger war im November 1998 in Punta Arenas in Chile losgewandert. Dabei setzte er sich selbst zwei Regeln: Keinerlei Transportmittel zum Vorankommen zu benutzen und nur zu Fuß oder schwimmend in seine Heimat, nahe dem nordenglischen Hull, zurückzukehren.

Fast drei Jahrzehnte und 29 Länder später gelang Bushby nun am Montagnachmittag genau das. Er ging im Südosten Englands an Land, nachdem er von den britischen und französischen Behörden die Genehmigung erhalten hatte, von Frankreich aus den Ärmelkanal zu durchschwimmen. 

Karl Bushby durch Corona und Visa-Probleme ausgebremst

Eine kleine Gruppe von Freunden und Angehörigen, darunter sein Vater und seine Brüder, begrüßte Bushby am Shakespeare Beach südlich von Dover. Auch der deutsche Filmemacher Werner Herzog, der einen Dokumentarfilm über Bushbys Reise dreht, war mit einem Filmteam am Strand.

Der Abenteurer, der seine gesamte Habe in einem Wägelchen mit dem Spitznamen „The Beast“ um die Welt transportierte, musste auf seiner Reise mehrere längere Pausen einlegen. Die russischen Behörden etwa verweigerten ihm lange ein Visum, nachdem er die Beringstraße zwischen dem US-Bundesstaat Alaska und dem Norden Russlands zu Fuß überquert hatte.

Insgesamt kosteten ihn Visa-Probleme, die Finanzkrise von 2008 und die Corona-Pandemie etwa 14 seiner 28 Jahre unterwegs. Immer wieder musste er länger in einem Land bleiben, bevor er seine Reise von genau dem Ort aus fortsetzte, an dem er sie unterbrochen hatte. „Es war nicht einfach, und genau darum ging es ja auch“, erklärte Bushby nun nach seiner Rückkehr.

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