Friedenspreis des Buchhandels: Kulturminister würdigt Sands’ Mahnung zum Völkerrecht
Philippe Sands kritisiert Deutschlands Umgang mit Israel. Hessens Kulturminister Timon Gremmels sieht in der Rede des Friedenspreisträgers eine Mahnung zur Verteidigung des Völkerrechts.
Hessens Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels (SPD) hat die Rede des Friedenspreisträgers Philippe Sands als Mahnung zur Verteidigung des Völkerrechts und der Menschenrechte gewürdigt. „Gerade in Zeiten großer Konflikte braucht es den Mut, Unrecht klar zu benennen und die Würde aller Menschen gleichermaßen zu verteidigen“, erklärte Gremmels laut Mitteilung des Kulturministeriums.
Sands hatte Deutschland „unanständiges Schweigen“ im Umgang mit Israel vorgeworfen. Völkerrechtsverletzungen müssten klar benannt werden - gerade unter Freunden. „Es ist nicht antisemitisch. Es ist nicht Anti-Israel. Es ist die Wahrheit“, sagte der französisch-britische Jurist, Autor und Nachfahre von Holocaustüberlebenden in seiner Dankesrede in der Frankfurter Paulskirche.
„Mit seiner heutigen Rede mahnt Philippe Sands, die universelle Geltung des Völkerrechts und der Menschenrechte weltweit zu verteidigen“, sagte Gremmels demnach. Sands' Kritik fordere dazu auf, schwierige Fragen offen zu diskutieren und unterschiedliche Maßstäbe zu vermeiden, teilte das Ministerium mit.