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Berlin: Spree-Schwimm-Demo fällt ins Wasser

Stern 

Mit Surfbrettern und Schwimmringen standen sie bereit. Dann machte das Wetter den Demonstranten der Berliner Mitschwimm-Demo einen Strich durch die Rechnung.

Die Mitschwimm-Demonstration in Berlin gegen das pauschale Badeverbot in der Spree ist wegen des Wetters kurzfristig abgebrochen worden. Dutzende Demonstrantinnen und Demonstranten standen bereits in Badebekleidung am Rande der Spree am Schinkelplatz in Berlin-Mitte bereit. Als es zu regnen begann und ein Gewitter aufzog, brachen sie die Aktion ab. Zuvor wurden noch Reden gehalten. Zur Demonstration aufgerufen hatte der Verein Flussbad Berlin. 

Seit dem 20. Mai 1925 ist Baden in der innerstädtischen Spree nicht mehr erlaubt. "Wir sind dafür, dass man dieses Verbot schrittweise umwandelt in Erlaubnisse beziehungsweise Freigaben, begleitet mit Monitoringsystemen zum Beispiel, die über die Wasserqualität Auskunft geben", sagte Tim Edler Mitglied des Vereins Flussbad Berlin. 

Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat bei der Abgeordnetenhauswahl, war ebenfalls vor Ort. "Ich bin der Meinung, dass wir wieder in der Spree schwimmen können müssen und deswegen unterstütze ich diese Initiative", sagte Krach. "Und was gibt es Schöneres, als hier mitten in Berlin tatsächlich sich mal in der Mittagspause oder nach Feierabend abkühlen zu können?" In anderen Städten sei das bereits möglich. "Wir schaffen das auch." Krach hatte zuvor angekündigt, er wolle beim nächsten Demo-Termin im Juni dabei sein - dann Mal nicht nur am Rand, sondern "in Badehose natürlich."

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