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Oktoberfest: „Respektlos“ oder „geil”? Neues Adidas-Dirndl spaltet die Wiesnbesucher

Stern 

Adidas ist vor allem für seine Sportbekleidung bekannt. Doch der Weltkonzern aus Franken bringt zum zweiten Mal ein Dirndl auf den Markt. Nicht jeder findet das gut.

Im Finale der Fußball-WM standen sich im Juli Spanien und Argentinien gegenüber. Der Sieger stand jedoch schon vorher fest: Es war Adidas. Der Sportartikelhersteller aus dem fränkischen Herzogenaurach stattete beide Teams aus. Sowohl der Argentinier Messi als auch der Spanier Rodri trugen die drei Streifen, für die Adidas in aller Welt berühmt ist.

Seit einem Jahr drängt der Konzern aber in einen ganz neuen Markt: Adidas stellt jetzt auch Dirndl her. Pünktlich zum Wiesn-Start am 19. September ist im Webshop ein „Adidas Originals Dirndl Kleid“ aufgetaucht, das in zwei Farben erhältlich ist: in Schwarz und in Zinnoberrot. 

Dass es sich hierbei um ein Adidas-Produkt handelt, ist sofort zu erkennen: Die für die Marke typischen drei Streifen zieren die Ärmel des Outfits, die Schürze ist zudem mit dem Logo bedruckt. Das Material setzt sich zusammen aus Polyamid und Polyester. Insgesamt eine weniger volkstümliche, dafür mehr sportliche Interpretation des traditionellen Wiesn-Gewands. Der Preis ist allerdings saftig: 400 Euro müssen die Käuferinnen für das Kleid berappen – vor einem Jahr war das Adidas-Dirndl noch 50 Euro günstiger. 

Adidas preist sein Dirndl im Webshop an

„Ein echtes Statement für Sport, Style und Kultur“, preist der Hersteller die Kreation auf seiner eigenen Homepage an: „Es verbindet klassische Festtradition mit modernem Style und ist ein echter Hingucker.“

Letzteres sehen jedoch nicht alle so. „Perfekt, wenn man sich auf der Wiesn lächerlich machen möchte. Finde es respektlos gegenüber der Tradition“, schreibt eine Münchnerin unter einem Post der Influencerin Svenja Theißen. Eine andere Userin schreibt: „Furchtbar! Erst machen schon die ganzen Nicht-Bayern daraus einen Fasching und jetzt auch noch Adidas!“ Andere Nutzerinnen halten dagegen und verteidigen den Entwurf: „So viel geiler als die traditionellen“, schreibt eine Frau. Eine andere ergänzt: „Liebe den Trip, auf dem Adidas gerade ist.“

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, die nackten Zahlen sprechen allerdings für Adidas: Laut Angaben im Webshop ist das zinnoberrote Exemplar in den zurückliegenden 24 Stunden 91 Mal verkauft worden, das schwarze sogar 147 Mal.

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